Wie wird aus kalter Luft noch Heizwärme?
Das Kältemittel ist im Verdampfer kälter als die Außenluft, deshalb fließt auch bei Frost Wärme von der Luft ins Kältemittel. Je kälter die Luft und je heißer das Heizwasser, desto weniger Wärme entsteht allerdings je Kilowattstunde Strom.
Den Abstand kann man im Datenblatt ablesen. Dort steht der COP, also die Wärme je Kilowattstunde Strom in einem festen Betriebspunkt. Die folgenden Werte gehören zu einem einzelnen 9-kW-Gerät und stehen hier als Beispiel, ohne Empfehlung.
| Außenluft |
COP bei 35 °C Vorlauf |
COP bei 55 °C Vorlauf |
| 7 °C |
4,48 |
2,78 |
| −7 °C |
2,63 |
1,80 |
Für die Auslegung zählt deshalb der kalte Tag und nicht das Jahresmittel. Die Norm-Außentemperatur, mit der wir rechnen, unterscheidet sich schon innerhalb der Stadt und liegt nach der BWP-Klimakarte zwischen −11,1 °C (80331) und −13,9 °C (81475). Wie daraus die Gerätegröße entsteht, steht bei der Heizlast.
Reicht die Leistung an den kältesten Tagen nicht, springt ein Heizstab ein. Im Feldtest hatten 84 % der Anlagen einen, er machte bei Außenluft im Mittel aber nur rund 1,3 % der elektrischen Arbeit aus. Bei Erdsonden kam er fast nie zum Einsatz, weil die Quelle im Winter nicht so stark abkühlt wie die Luft.
Luftgeräte müssen zwischendurch abtauen. Feuchte aus der Luft gefriert auf dem Verdampfer, die Regelung schmilzt das Eis ab, und das Wasser muss frostfrei ablaufen. In der Anleitung eines Beispielgeräts stehen deshalb mindestens 3 m zwischen Luftaustritt und Gehwegen, gepflasterten Flächen und Fallrohren. Was das für den Garten heißt, finden Sie unter Aufstellort und Maße.