Manche Anlage läuft mit einer höheren Vorlauftemperatur als nötig, weil die Heizkurve nach dem Einbau nie nachgestellt wurde. Je Grad weniger Vorlauf sinkt der Strombedarf um 2 bis 4 %, so die Verbraucherzentrale und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Wir sehen uns deshalb bei jedem Termin die Raumtemperaturen, Laufzeiten und Vorlaufwerte des letzten Winters an.
Beispiel. Haus mit 5.300 kWh Strom im Jahr für die Wärmepumpe. Lässt sich der Vorlauf um 3 Grad senken, sinkt der Stromverbrauch bei einfacher Rechnung um 6 bis 12 %, also um 318 bis 636 kWh. Bei 38,9 ct/kWh (BDEW, 01.10.2026) sind das rund 124 bis 247 € im Jahr. Das ist ähnlich viel wie die Wartung, gilt aber nur, solange alle Räume warm bleiben. Ist die Heizkurve schon richtig eingestellt, bringt der Termin an dieser Stelle nichts.
Zur Einordnung vergleichen wir mit dem Feldtest des Fraunhofer ISE, Auswertung 2024. Dort erreichten Außenluft-Anlagen im Mittel eine Jahresarbeitszahl von 3,4 (2,6 bis 4,9), Erdsonden 4,3 (3,6 bis 5,4). Werte ab 3 gelten bei der Verbraucherzentrale als effizient, ab 3,5 als gut. Der Heizstab machte bei Außenluft im Mittel rund 1,3 % der elektrischen Arbeit aus. Läuft er bei Ihnen deutlich mehr, suchen wir die Ursache, und oft ist sein Einsatzpunkt zu hoch eingestellt.
Die Förderung verlangt ohnehin eine Anzeige für Energieverbrauch und Effizienz sowie die Erfassung der Wärmemenge. Bei geförderten Anlagen sind die Werte also meist vorhanden, und wir werten sie beim Termin aus.