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Heller Wohnraum im Sommer mit Holzboden, geschlossenen Außenjalousien und offener Terrassentür
Heizungs- und Wärmetechnik

Wärmepumpe kühlen: Was im Sommer geht und was nicht

Kühlen mit der Wärmepumpe in München und im Umland: aktiv mit umkehrbarem Gerät, passiv über Grundwasser oder Sole. Die Fläche im Raum bleibt dabei bei mindestens 20 °C.

oder per E-Mail: kontakt@waermepumpe-in-muenchen.de

Eine Wärmepumpe kühlt aktiv, wenn das Gerät umkehrbar ist, oder passiv, wenn Sole oder Grundwasser die Quelle ist. Für Luft-Wasser-Geräte bleibt allein der aktive Weg. In beiden Fällen bleibt die Oberfläche von Boden, Wand oder Decke bei mindestens 20 °C, und ein Taupunktwächter überwacht die Feuchte (Verbraucherzentrale, Bundesverband Wärmepumpe, co2online).

Über Boden, Wand oder Decke senkt die Kühlung an heißen Tagen die Temperaturspitzen, kalte Luft kommt dabei nicht in den Raum. Für die meisten Häuser in München kommt einer dieser drei Wege infrage.

Weg Quelle Was das Gerät tut Was im Haus nötig ist Worauf es in München ankommt
Aktiv Außenluft, Sole oder Wasser Kältekreis läuft umgekehrt, Verdichter arbeitet Fußboden, Wand oder Decke mit Wasserrohren, oder Gerät mit Gebläse Schall am offenen Nachbarfenster
Passiv Sole oder Grundwasser Wärmetauscher, Verdichter bleibt aus Fläche wie oben, Rohre gegen Tauwasser gedämmt Grundwassertemperatur der Lage, Wasserrecht
Luft-Luft Außenluft kühlt und heizt die Raumluft direkt Innengeräte, keine Wasserrohre Bauart für sich, ca. 13.000 € laut Verbraucherzentrale Energieberatung, Preise 06/2026

Die erste Zeile passt zu den meisten Bestandshäusern mit Luftgerät, die zweite zu den Grundstücken, auf denen ohnehin ein Brunnenpaar geplant ist. Wie sich Luft-Luft sonst schlägt, vergleichen wir auf der Seite zu den Arten von Wärmepumpen.

Kann jede Wärmepumpe kühlen?

Nein, das Gerät muss dafür ausgelegt sein. Ein Luft-Wasser-Gerät kühlt nur, wenn sich der Kältekreis umkehren lässt, und es muss in der Regelung freigeschaltet und auf der Wasserseite dafür vorbereitet sein. Wie der Kältekreis arbeitet, erklären wir unter So funktioniert eine Wärmepumpe.

Steht im Angebot nichts von einem Kühlbetrieb, sollten Sie annehmen, dass er nicht enthalten ist, und ausdrücklich nachfragen. Bevor das Gerät feststeht, klären wir, ob es umkehrbar ist und wie laut es abends läuft. Im Haus suchen wir dann die Stellen, an denen sich Tauwasser bilden kann.

Auch am Aufstellort ändert sich etwas. Beim Beispielgerät eines Herstellers wächst der Abstand hinter dem Außengerät mit Kühlung von 200 mm auf 250 mm. Das ist kein großer Unterschied, im schmalen Garten eines Reihenhauses zählt er aber, und die Maße aus der Anleitung gehen in unsere Planung des Aufstellorts ein.

Weißes Haus mit roten Ziegeln und schwarzen Solarmodulen, an der Seitenwand das Außengerät, im Hintergrund Berge

Warum kühlt man mit Heizkörpern kaum?

Ein Heizkörper hat zu wenig Fläche, um bei einer Grenze von 20 °C viel Wärme aufzunehmen. Wegen derselben Grenze bleibt auch die Kühlleistung eines Fußbodens begrenzt, er hat aber deutlich mehr Fläche.

Wer nur Heizkörper hat und trotzdem kühlen will, braucht Geräte mit Gebläse oder eine nachgerüstete Fläche. Fußbodenheizung nachzurüsten kostet laut co2online 20 bis 135 € je m², im Beispiel mit 130 m² gefräst 11.500 €. Das lohnt sich allein wegen der Kühlung selten, es kann aber aufgehen, wenn dieselbe Fläche im Winter die Vorlauftemperatur senkt.

Im Keller schauen wir uns dabei die Leitungen an, denn ihre Dämmung ist fürs Heizen gemacht. An schlecht gedämmten Rohren mit kaltem Wasser kondensiert die Luftfeuchte, und es tropft von den Leitungen. Rohre, Pumpen und auch der Puffer müssen darum gegen Tauwasser gedämmt sein.

Wie gut kühlt das Grundwasser in München?

Das hängt stark von der Lage ab, am Stadtrand gut, im Zentrum kaum. Die Stadt nennt im Mittel etwa 12 °C, am Stadtrand 8 bis 10 °C und im Zentrum bis 20 °C. Beim direkten Kühlen nennt die Stadt in ihrem Überblick zu den Energiequellen höchstens 5 °C Spreizung, also Erwärmung des Wassers.

Lage (Messreihe 2009/10) Grundwasser Wasser nach 5 °C Spreizung, rechnerisch Abstand zur Grenze von 20 °C
Forstenrieder Park, Perlacher Forst 8,2 bis 8,8 °C 13,2 bis 13,8 °C gut 6 °C
West, Süd, Südost 9 bis 11 °C 14 bis 16 °C 4 bis 6 °C
Zentrum 14,1 bis über 17 °C 19,1 bis über 22 °C kaum oder keiner

Die Rechnung ist vereinfacht, denn sie lässt den Wärmetauscher und den Temperaturverlust in der Leitung weg. Im Zentrum kann die Rechnung also nur schlechter ausgehen, passives Kühlen ist dort meist keine Option. Die Stadt führt die warmen Lagen auf Wärmeinseln, U-Bahn, Kanal, Tiefgaragen und auch auf Kühlung zurück.

Beispiel. Einfamilienhaus am Rand zum Forstenrieder Park mit Fußbodenheizung und geplantem Brunnenpaar, Grundwasser 8,2 bis 8,8 °C. Nach Wärmetauscher und Spreizung bleibt genug Abstand zur Grenze von 20 °C, und im Heizkreis lässt sich eine Temperatur fahren, die über dem Taupunkt liegt. Dasselbe Haus im Zentrum hätte diesen Abstand nicht, dort würden wir vom passiven Kühlen abraten.

In den kalten Lagen werden die Brunnen allerdings tief, denn im Süden liegt das Grundwasser 15 bis 25 m tief, im Norden, Nordwesten und Nordosten bei Mittelwasser nur etwa 2 m.

Eine Erdsonde kühlt nach demselben Prinzip. In der Münchner Schotterebene ist sie aber selten realisierbar, weil die Bohrung vor dem Tertiär enden muss, im Süden bei etwa 30 bis 35 m, sonst oft unter 15 m. Dazu mehr unter Erdwärme in München, alles zum Brunnen steht auf der Seite zur Grundwasser-Wärmepumpe.

Darf man in München mit Grundwasser kühlen?

Eine Anlage allein oder überwiegend zum Kühlen ist grundsätzlich nicht genehmigungsfähig, so steht es im Antragsblatt des Wasserwirtschaftsamts München für Anlagen über 50 kW. Im Blatt für kleinere Anlagen haben wir diesen Satz nicht, wir klären die Frage dort im Einzelfall mit der Behörde.

Die übliche Heizanlage bis 50 kW läuft in Bayern über Art. 70 BayWG mit dem Gutachten eines privaten Sachverständigen. Im Antrag stehen die Wassermengen und die Temperaturänderung, also gehört eine geplante Kühlung dort hinein und nicht in eine spätere Nachmeldung. Zuständig ist in München das Sachgebiet Wasserrecht im Referat für Klima- und Umweltschutz (RKU), im Umland das Landratsamt.

Wir bereiten die Unterlagen zusammen mit der Bohrfirma vor, den Antrag stellt der Eigentümer. Die Einzelheiten, die Gebühren und die Fristen stehen auf der Seite zur Grundwasser-Erlaubnis.

Ist die Wärmepumpe beim Kühlen lauter?

Was kostet das Kühlen und was verbraucht es?

Für den Aufpreis gibt es keine Marktzahl, denn die Preisauswertungen, mit denen wir arbeiten, führen die Kühlfunktion nicht als eigenen Posten. Wir nennen ihn deshalb erst im Angebot, als eigene Zeile. Die Posten daneben stehen mit Marktpreis in dieser Tabelle.

Posten Marktpreis vor Förderung Quelle und Stand
Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Einbau 21.099 bis 54.168 €, Median 34.898 € Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Auswertung 07/2026, 160 Angebote aus Rheinland-Pfalz
Wasser-Wasser mit Brunnen rund 27.000 bis 50.000 € co2online, Modellrechnung
Fußbodenheizung nachrüsten 20 bis 135 € je m² co2online
Luft-Luft ca. 13.000 € Verbraucherzentrale Energieberatung, Preise 06/2026

Beispiel. Haus mit 130 m² und Heizkörpern, Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Kühlfunktion geplant. Damit das Kühlen überhaupt wirkt, käme gefräste Fußbodenheizung für rund 11.500 € dazu. Allein wegen der Sommerwochen würden wir diese Summe nicht ausgeben und zuerst außenliegenden Sonnenschutz am Dachgeschoss prüfen. Soll dieselbe Fläche auch im Winter den Vorlauf senken, rechnet sich das anders.

Der Strombedarf im Kühlbetrieb lässt sich nicht aus dem Feldtest ableiten, denn das Fraunhofer ISE hat Raumheizung und Warmwasser ausgewertet. Passives Kühlen braucht nur die Pumpen, aktives auch den Verdichter, mehr sagen wir dazu ohne Messung nicht. Tagsüber fällt das Kühlen mit der Sonne zusammen, was zu einer Solaranlage auf dem Dach gut passt.

Ob ein Bauteil, das nur der Kühlung dient, zu den förderfähigen Kosten nach KfW 458 zählt, klären wir vor dem Antrag anhand der Unterlagen. Rechnen Sie den Zuschuss nicht auf die Kühlung, solange das nicht geklärt ist.

Was kostet es bei Ihnen?

Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.

Was sollten Sie vor der Planung klären?

Wer kühlen will, sagt das am besten gleich beim ersten Termin, denn es ändert Gerät, Dämmung und Schallrechnung. Sagen Sie uns, welche Räume im Sommer zu warm werden, und legen Sie Grundrisse oder Fotos der Heizkörper bereit. Bei einem Luftgerät rechnen wir dann mit dem Kühlbetrieb, bei einem Brunnen sehen wir uns die Grundwasserwerte Ihrer Lage an. Für die Anfrage nutzen Sie das Formular, oder Sie mailen an kontakt@waermepumpe-in-muenchen.de, am besten gleich mit den Fotos.

Häufige Fragen

Kann eine Wärmepumpe auch kühlen?

Ja, aktiv mit einem umkehrbaren Gerät und passiv, wenn Sole oder Grundwasser die Wärmequelle ist. Die Oberfläche von Boden, Wand oder Decke bleibt dabei bei mindestens 20 °C, ein Taupunktwächter schützt vor Feuchte.

Was ist der Unterschied zwischen aktiver und passiver Kühlung?

20 °C an der Oberfläche gelten für beide, der Unterschied liegt am Verdichter. Beim aktiven Kühlen läuft der Kältekreis umgekehrt, beim passiven tauscht ein Wärmetauscher die Wärme mit der Sole oder dem Grundwasser, und der Verdichter bleibt aus.

Kann eine Luft-Wasser-Wärmepumpe passiv kühlen?

Nein, passives Kühlen setzt Sole oder Wasser als Quelle voraus. Bei Luftgeräten ist das aktive Kühlen mit einem umkehrbaren Gerät der einzige Weg.

Kann ich mit normalen Heizkörpern kühlen?

Nein, nicht sinnvoll. Ein Heizkörper hat zu wenig Fläche, um bei mindestens 20 °C spürbar Wärme aufzunehmen, und auf kälteren Rohren schlägt sich Feuchte nieder. Es braucht Fußboden, Wand oder Decke mit Wasserrohren oder ein Gerät mit Gebläse.

Ersetzt eine Wärmepumpe eine Klimaanlage?

Nein, nicht über die Fußbodenheizung. Wegen der Grenze von 20 °C an der Oberfläche senkt sie nur die Temperaturspitzen und entfeuchtet nicht. Kalte Luft liefern nur Geräte, die die Raumluft direkt kühlen, wie Luft-Luft-Wärmepumpen.

Wie kalt darf der Fußboden beim Kühlen werden?

20 °C gelten im Kühlbetrieb als Untergrenze an der Oberfläche von Boden, Wand oder Decke. Darunter droht an feuchten Tagen Tauwasser, deshalb gehört ein Taupunktwächter dazu, der die Kühlung rechtzeitig zurücknimmt.

Darf ich in München mit Grundwasser kühlen?

Nein, nicht allein oder überwiegend zum Kühlen. Das Antragsblatt des Wasserwirtschaftsamts München für Anlagen über 50 kW nennt das grundsätzlich nicht genehmigungsfähig. Bei einer Heizanlage mit Brunnen gehört die Kühlung in den Antrag und ist mit dem Sachgebiet Wasserrecht zu klären.

Ist Grundwasser in ganz München gleich gut zum Kühlen?

Nein. Am Forstenrieder Park und am Perlacher Forst lag es in der Messreihe 2009/10 bei 8,2 bis 8,8 °C, im Zentrum bei 14,1 bis über 17 °C. Rechnerisch bleibt dort kaum Abstand zur Grenze von 20 °C.

Ist eine Wärmepumpe beim Kühlen lauter als beim Heizen?

Nein, nicht grundsätzlich. Bei einem 9-kW-Beispielgerät stehen im Datenblatt 69 dB(A) für Volllast Heizen und 68 dB(A) für Volllast Kühlen. Im Sommer stehen aber die Fenster offen, und der Nachtwert gilt ab 22 Uhr.

Was kostet eine Wärmepumpe mit Kühlfunktion?

34.898 € beträgt der Median für Luft-Wasser-Anlagen in der Auswertung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz (07/2026, Angebote aus Rheinland-Pfalz). Die Kühlfunktion steht dort nicht als eigener Posten, den Aufpreis nennen wir deshalb erst im Angebot für Ihr Haus.

Hände mit Bleistift und Zollstock über einem Grundriss auf einem Holztisch in einer holzvertäfelten Stube, daneben eine Tasse
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