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Außengerät auf einem hohen Betonsockel an einer Putzwand im Winter, Schnee auf Gerät und Fichten, aufsteigender Dampf
Heizungs- und Wärmetechnik

Heizlast berechnen: Welche Größe die Wärmepumpe in München braucht

Für Häuser in München und im Umland rechnen wir die Heizlast, bevor wir ein Gerät vorschlagen. Für die erste Schätzung teilen Sie Heizöl in Litern oder Gas in m³ durch 250 und erhalten kW.

oder per E-Mail: kontakt@waermepumpe-in-muenchen.de

Größe der Wärmepumpe grob schätzen

Der Verbrauch der letzten Jahre ist der genauere Weg. Für den Förderantrag braucht es danach die raumweise Berechnung nach DIN EN 12831.

Die Tabelle mit allen Werten steht weiter unten auf dieser Seite.

Teilen Sie Ihren Jahresverbrauch an Heizöl in Litern oder an Gas in m³ durch 250, dann haben Sie die Heizlast in kW. So steht es im Praxisratgeber des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP), und aus 2.000 Litern werden 8 kW, aus 2.500 Litern 10 kW, aus 3.000 Litern 12 kW. Läuft das Warmwasser über denselben Kessel, nimmt man den Teiler 300, weil ein Teil des Verbrauchs gar nicht in die Heizkörper ging.

Die Heizlast ist die Leistung, die ein Haus bei der Norm-Außentemperatur braucht, damit die Räume warm bleiben. Steht Ihr Gasverbrauch in kWh auf der Abrechnung, teilen Sie durch 2.500 bis 3.000 Stunden. Aus 20.000 kWh werden so rechnerisch rund 6,5 bis 8 kW.

Die folgenden Werte sind gerechnet und auf halbe kW gerundet, Stand 11/2026.

Verbrauch im Jahr (Heizöl in Litern oder Gas in m³) Gas in kWh Heizlast mit Teiler 250 Heizlast mit Teiler 300 (Warmwasser über den Kessel)
1.000 10.000 4 kW 3,5 kW
1.500 15.000 6 kW 5 kW
2.000 20.000 8 kW 6,5 kW
2.500 25.000 10 kW 8,5 kW
3.000 30.000 12 kW 10 kW
4.000 40.000 16 kW 13,5 kW

Nehmen Sie den Mittelwert aus drei Abrechnungen, wenn Sie ihn haben, denn ein einzelner milder Winter drückt den Wert. Für die KfW-Förderung reicht diese Rechnung nicht. Dort verlangt die Richtlinie eine raumweise Heizlast nach DIN EN 12831, und die erstellen wir für jedes Haus, in dem wir eine Luft-Wasser-Wärmepumpe oder eine andere Bauart planen.

Wann passen 8, 10 oder 12 kW?

8 kW passen rechnerisch zu rund 2.000 Litern Heizöl im Jahr, 10 kW zu rund 2.500 und 12 kW zu rund 3.000 Litern. Nach Wohnfläche sieht das so aus, wenn man die Richtwerte des Herstellers Bosch zugrunde legt.

Heizlast Verbrauch bei Teiler 250 Altbau unsaniert Altbau saniert
8 kW 2.000 Liter oder m³ 67 bis 100 m² 100 bis 160 m²
10 kW 2.500 Liter oder m³ 83 bis 125 m² 125 bis 200 m²
12 kW 3.000 Liter oder m³ 100 bis 150 m² 150 bis 240 m²

Die Flächen sind rechnerisch und gelten ohne Warmwasser. Für ein Effizienzhaus 55 setzt Bosch 30 bis 50 W/m² an, dort reicht dieselbe Leistung für deutlich mehr Fläche. Bevor wir im Einfamilienhaus eine Größe nennen, sehen wir uns deshalb zusätzlich den Verbrauch an.

Was der Markt anbietet, hat die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in ihrer Auswertung vom Juli 2026 gezählt. Von 156 Angeboten lagen 29 bei 4 bis 6 kW und 45 bei 7 bis 9 kW. Auf 10 bis 12 kW entfielen 60, auf 13 bis 15 kW 16 und auf 16 bis 20 kW noch 6. Daraus lässt sich ablesen, was verkauft wird, aber kaum, was die Häuser brauchen, denn das Fraunhofer ISE beschreibt viele Anlagen als überdimensioniert.

In einer Stichprobe reichte die angebotene Leistung von 0,28 bis 1,60 kW je 1.000 kWh Jahresverbrauch. Bei 20.000 kWh wären das rechnerisch 5,6 bis 32 kW für denselben Verbrauch. Solche Abstände lassen sich nur klären, wenn die Heizlast im Angebot steht und raumweise gerechnet ist.

Altbauzimmer mit Stuckdecke, Fischgrätparkett und Sprossenfenster, darunter ein flacher Heizkörper, daneben Bücherregal

Warum nicht einfach eine Nummer größer?

Weil ein zu großes Gerät mehr kostet und in der Übergangszeit öfter ein- und ausschaltet. In der Auswertung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz (160 Angebote, 09/2025 bis 04/2026) liegt der Median bei 4.098 € je kW. Dieser Median ist ein grober Anhalt und kein Aufpreis je zusätzlichem kW.

Die meiste Zeit im Jahr läuft eine Wärmepumpe ohnehin weit unter ihrer Auslegungsleistung. An der DWD-Station München-Stadt lag das Jahresmittel 1991 bis 2020 bei 10,1 °C. Ein Gerät, das für die kälteste Nacht knapp bemessen ist, läuft an den vielen milden Tagen ruhiger als eines mit viel Reserve.

Welche Norm-Außentemperatur gilt in München?

In München liegt sie je nach Postleitzahl bei −11,1 bis −13,9 °C, im Umland bei −13,5 bis −14,2 °C. Das sind die Werte der Klimakarte des BWP nach DIN/TS 12831-1, und einen einzelnen Wert für die ganze Stadt gibt es nicht.

Postleitzahl oder Ort Norm-Außentemperatur
München 80331 −11,1 °C
München 80639 −12,8 °C
München 81245 −13,1 °C
München 81475 −13,9 °C
Freising −13,5 °C
Germering −13,8 °C
Garching −13,8 °C
Unterschleißheim −13,8 °C
Dachau −13,9 °C
Starnberg −14,0 °C
Grünwald −14,1 °C

Zwischen den Postleitzahlen 80331 und 81475 liegen rechnerisch 2,8 Grad. Dasselbe Haus hat in der 81475 deshalb eine etwas höhere Heizlast. Den Wert für Ihre eigene Postleitzahl finden Sie in der Klimakarte des BWP, und in die raumweise Berechnung gehört genau dieser Wert.

In der Formel mit dem Teiler 250 kommt die Temperatur nicht vor, denn im Verbrauch steckt schon das Wetter der letzten Jahre. Die technischen Fragen und Antworten der KfW beziehen die Heizlast auf DIN EN 12831-1 mit DIN/TS 12831-1 und auf die Deckung bei Norm-Außentemperatur.

Wie kalt wird es in München wirklich?

An der DWD-Station München-Stadt lag der tiefste Wert von 2021 bis 2025 bei −11,3 °C, an der Station München-Flughafen bei −18,1 °C. Die beiden Stationen liegen weit auseinander und messen sehr verschieden, deshalb steht die Station bei uns immer dabei.

Wert des Deutschen Wetterdienstes Station München-Stadt Station München-Flughafen
Tiefster Wert 2021 −11,3 °C −17,8 °C
Tiefster Wert 2022 −10,2 °C −15,2 °C
Tiefster Wert 2023 −10,8 °C −18,1 °C
Tiefster Wert 2024 −8,6 °C −11,4 °C
Tiefster Wert 2025 −8,0 °C −12,6 °C
Jahresmittel 1991 bis 2020 10,1 °C 8,9 °C
Frosttage im Jahr, 1991 bis 2020 73,4 104,4

Vor diesen fünf Jahren war es kälter, 2017 nach unserer Auswertung der DWD-Tagesdaten −14,8 °C an der Station München-Stadt und −21,7 °C an der Station München-Flughafen. Ausgelegt wird trotzdem auf den Normwert der Postleitzahl. Eine Station misst an einem einzigen Punkt, und der Tiefstwert gilt für einen einzigen Tag im Jahr.

Wird es einmal kälter als der Normwert, hilft meist der Heizstab, den 84 % der Anlagen im Feldtest des Fraunhofer ISE als Reserve hatten. Im Mittel entfielen auf ihn rund 1,3 % der elektrischen Arbeit bei Außenluft. Allerdings war 2024 ein mildes Auswertungsjahr, und in einem kalten Winter wird der Anteil höher sein.

Die Rechnung für ein Haus mit 2.000 Litern Heizöl

Beispiel. Einfamilienhaus, 140 m², Baujahr 1965, Fenster und Dach erneuert, Fassade im Altzustand. Vier Personen wohnen darin, der Verbrauch liegt bei 2.000 Litern Heizöl im Jahr, das Warmwasser kommt aus dem Kessel, die Postleitzahl ist 81245. Alle Angaben sind Annahmen.

Rechenweg Ansatz Ergebnis
Verbrauch, Teiler 250 2.000 ÷ 250 8 kW
Verbrauch, Teiler 300 2.000 ÷ 300 rund 6,5 kW
Fläche, Altbau saniert 140 m² × 50 bis 80 W/m² 7 bis 11,2 kW
Fläche, Altbau unsaniert 140 m² × 80 bis 120 W/m² 11,2 bis 16,8 kW
Warmwasser bei Flächenrechnung 4 Personen × 250 W 1 kW zusätzlich

Verbrauch und sanierter Flächenwert treffen sich bei 7 bis 8 kW. Wer dagegen nur auf das Baujahr schaut und „unsaniert“ ansetzt, kommt auf bis zu 16,8 kW und damit auf ein doppelt so großes Gerät. Bei der Norm-Außentemperatur von −13,1 °C rechnen wir das Haus danach Raum für Raum durch.

Kommt dabei mehr heraus als die Faustrechnung, etwa weil die Wände mehr Wärme verlieren als gedacht, gilt die raumweise Zahl. Für das Warmwasser kann ein Zuschlag dazukommen. Ein Planungshandbuch von Viessmann setzt ihn nur an, wenn die Warmwasserleistung über 20 % der Heizlast liegt. Hier wäre 1 kW rund ein Achtel von 8 kW, also darunter.

Wann liegt die Verbrauchsformel daneben?

Sie liegt daneben, sobald der Verbrauch der letzten Jahre nicht mehr zum heutigen Zustand des Hauses passt. Deshalb fragen wir beim ersten Termin nach diesen vier Fällen.

  • Sanierung nach der Abrechnung. Neue Fenster oder ein gedämmtes Dach senken die Heizlast, in der alten Rechnung ist das noch nicht enthalten.
  • Kamin oder Holzofen. Was im Ofen verbrannt wurde, fehlt in der Gasrechnung und muss hinzugerechnet werden, sofern die Wärmepumpe diese Räume künftig allein heizt.
  • Teilweise beheiztes Haus. Eine Einliegerwohnung stand leer, oder das Dachgeschoss wurde kaum geheizt, später sollen aber alle Räume warm sein.
  • Altes Gerät mit schlechtem Wirkungsgrad. Ein alter Kessel verbraucht mehr, als das Haus an Wärme braucht, und das Ergebnis der Formel fällt dann zu hoch aus.

In Mehrfamilienhäusern mit Etagenheizungen fehlt oft ein gemeinsamer Verbrauchswert, dann bleibt nur die Berechnung nach Norm. Die Größe des Geräts bestimmt auch, wie viel Platz am Aufstellort nötig ist und ob der Schall am Nachbarfenster passt.

Muss ich für Sperrzeiten mehr Leistung einplanen?

Bei neuen Anlagen in München in der Regel nicht. Für Anlagen ab Inbetriebnahme 01.01.2024 über 4,2 kW Netzbezug gilt § 14a EnWG. Der Netzbetreiber SWM Infrastruktur darf bei einem Netzengpass auf 4,2 kW reduzieren, schaltet aber nicht ganz ab, laut SWM höchstens 2 Stunden am Tag.

Sperrfenster gelten für Anlagen von vor 01/2024. Dort rechnet das Planungshandbuch von Viessmann mit Heizlast × 24 ÷ (24 − Sperrstunden). Bei 12 kW und dreimal 2 Stunden Sperre ergibt das 16 kW, bis 2 Stunden je Tag ohne Zuschlag. Mehr zu Modulen und Tarifen steht bei Wärmepumpenstrom in München.

Was die Heizlast sonst noch festlegt

Mit der raumweisen Rechnung steht fest, wie viel Wärme jeder einzelne Raum braucht. Daraus folgt, ob der vorhandene Heizkörper bei niedriger Vorlauftemperatur reicht oder ausgetauscht werden muss. Auch der hydraulische Abgleich nach Verfahren B baut auf diesen Werten auf.

Beides verlangt die Förderung als Bedingung, zusammen mit einer Jahresarbeitszahl von mindestens 3,0. Die übrigen Sätze und Fristen haben wir bei der Förderung in München zusammengestellt.

Für den ersten Termin legen Sie bitte die Abrechnungen der letzten drei Jahre bereit und, falls vorhanden, die Baupläne mit den Wandaufbauten. Der Termin kostet nichts, die raumweise Berechnung gehört später zum Auftrag. Schreiben Sie uns dazu über das Formular oder an kontakt@waermepumpe-in-muenchen.de.

Häufige Fragen

Wie berechne ich die Heizlast für eine Wärmepumpe selbst?

250 ist der Teiler für die erste Schätzung: Heizöl in Litern oder Gas in m³ pro Jahr geteilt durch 250 ergibt kW, mit Warmwasser über denselben Kessel nimmt man 300. So steht es im Praxisratgeber des Bundesverbands Wärmepumpe. Für die KfW-Förderung braucht es danach die raumweise Berechnung nach DIN EN 12831.

Wie groß muss eine Wärmepumpe für 150 m² sein?

7,5 bis 12 kW ergeben sich rechnerisch im sanierten Altbau, wenn man die Herstellerwerte von 50 bis 80 W/m² ansetzt. Im unsanierten Altbau mit 80 bis 120 W/m² wären es 12 bis 18 kW, ab Effizienzhaus 55 nur 4,5 bis 7,5 kW. Genauer wird die Schätzung mit dem Verbrauch der letzten Jahre.

Wie viel kW Wärmepumpe brauche ich bei 20.000 kWh Gas?

6,5 bis 8 kW sind es rechnerisch, wenn man 20.000 kWh durch 2.500 bis 3.000 Stunden teilt. Der obere Wert entspricht dem Teiler 250 des Bundesverbands Wärmepumpe, der untere dem Teiler 300 mit Warmwasser.

Reicht eine 8-kW-Wärmepumpe für mein Haus?

Ja, wenn Ihr Jahresverbrauch bei rund 2.000 Litern Heizöl oder 2.000 m³ Gas liegt und die raumweise Berechnung das bestätigt. Bei gleicher Leistung passt das rechnerisch zu rund 100 bis 160 m² im sanierten Altbau und zu 67 bis 100 m² im unsanierten.

Welche Norm-Außentemperatur gilt für München?

−11,1 bis −13,9 °C, je nach Postleitzahl, so die Klimakarte des Bundesverbands Wärmepumpe nach DIN/TS 12831-1. Die 80331 hat −11,1 °C, die 80639 −12,8 °C, die 81245 −13,1 °C und die 81475 −13,9 °C. Im Umland liegen die Werte bei −13,5 bis −14,2 °C.

Reicht die Faustformel für den KfW-Antrag?

Nein. Die Förderrichtlinie verlangt eine raumweise Heizlast nach DIN EN 12831 und den hydraulischen Abgleich nach Verfahren B. Die Formel mit dem Teiler 250 hilft bei der Einordnung und beim Vergleich von Angeboten.

Wie viel Zuschlag brauche ich fürs Warmwasser?

250 W je Person nennt der Hersteller Bosch als Zuschlag, bei vier Personen sind das rechnerisch 1 kW. Wer die Heizlast aus der Wohnfläche schätzt, rechnet den Wert dazu. Beim Verbrauchsweg steckt das Warmwasser schon im Teiler 300.

Was passiert, wenn es kälter wird als die Norm-Außentemperatur?

84 % der Anlagen im Feldtest des Fraunhofer ISE hatten einen Heizstab als Reserve, der in so einer Lage mithilft. Im Mittel lag sein Anteil bei rund 1,3 % der elektrischen Arbeit bei Außenluft, gemessen im milden Jahr 2024. In einem kalten Winter wird der Anteil höher sein.

Ist eine zu große Wärmepumpe ein Problem?

Ja. Das Gerät kostet mehr und schaltet in der Übergangszeit öfter ein und aus. In einer Stichprobe von Angeboten reichte die Leistung von 0,28 bis 1,60 kW je 1.000 kWh Jahresverbrauch, und Fraunhofer ISE beschreibt viele Anlagen als überdimensioniert.

Muss ich in München wegen Sperrzeiten größer planen?

Nein, bei Anlagen ab Inbetriebnahme 01.01.2024 gilt § 14a EnWG. Bei einem Netzengpass darf die SWM Infrastruktur auf 4,2 kW reduzieren, abgeschaltet wird nicht, laut SWM höchstens 2 Stunden am Tag. Sperrfenster mit Zuschlag betreffen ältere Anlagen.

Hände mit Bleistift und Zollstock über einem Grundriss auf einem Holztisch in einer holzvertäfelten Stube, daneben eine Tasse
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