Den Wärmebedarf lesen Sie aus der Heizkostenabrechnung ab. Gasverbrauch in kWh mal 0,9 ergibt die Wärme, bei Öl rechnen Sie Liter mal 10 mal 0,9, denn wir nehmen 90 % Kesselnutzung an. Aus 20.000 kWh Gas werden so 18.000 kWh Wärme und bei 3,4 rund 5.300 kWh Strom, das ist weniger als in der Tabelle bei 20.000 kWh Wärme. Beide Zahlen stimmen, denn in der Tabelle sind die 20.000 kWh Wärme, auf der Abrechnung sind sie Gas.
Aus 2.000 Litern Öl entstehen ebenso 18.000 kWh Wärme, bei einer Arbeitszahl von 3,0 sind das 6.000 kWh Strom. Nehmen Sie den Schnitt aus zwei oder drei Abrechnungen, weil ein einzelner Winter zu warm oder zu kalt gewesen sein kann. Wurde das Haus seither gedämmt oder stehen Räume leer, stimmt die alte Abrechnung nicht mehr, und wir gehen über die raumweise Heizlast.
Beispiel. Doppelhaus in Neuhausen, Baujahr 1958, 125 m², 22.000 kWh Gas im Jahr, das ergibt 19.800 kWh Wärme. Bei einer Arbeitszahl von 3,0 sind das 6.600 kWh Strom oder rund 53 kWh je m². Erreicht die Anlage 3,4, sinkt der Verbrauch auf rund 5.824 kWh, bei 2,6 steigt er auf rund 7.615 kWh. Zu 29,0 Cent Heizstrom (BDEW, 01.10.2026) liegen die Kosten damit bei rund 1.689 bis 2.208 € im Jahr.