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Hände eines Elektrikers mit Schraubendreher an einem geöffneten Zählerschrank im Keller
Heizungs- und Wärmetechnik

Wärmepumpenstrom in München: Tarif, Zähler und § 14a

Wärmepumpenstrom in München, mit Tarifen der Stadtwerke und Netzentgelten der SWM Infrastruktur. In der Grundversorgung kostet er mit Modul 2 23,19 Cent, Haushaltsstrom 32,44 Cent je kWh.

oder per E-Mail: kontakt@waermepumpe-in-muenchen.de

In der Grundversorgung der Stadtwerke München kostet Wärmepumpenstrom mit Modul 2 nach § 14a EnWG 23,19 Cent je Kilowattstunde und 75,33 € Grundpreis im Jahr, brutto, Stand 15.09.2026. Der Haushaltstarif liegt bei 32,44 Cent und 149,70 €, der rechnerische Abstand beträgt also 9,25 Cent. Für Modul 2 brauchen Sie einen eigenen Zähler, und ob der sich rechnet, hängt vor allem am Zählerschrank.

Das Stromnetz in München betreibt die SWM Infrastruktur, Strom verkauft der Lieferant Ihrer Wahl. Das Netzentgelt ist für alle gleich, der Lieferant muss die Reduzierung aber nicht zwingend an Sie weitergeben, wie die Bundesnetzagentur festhält. Prüfen Sie deshalb bei jedem Tarif, ob das Modul darin steckt.

Was kostet Wärmepumpenstrom bei den Stadtwerken München?

In der Grundversorgung kostet er je nach Modul 23,19 bis 27,81 Cent je Kilowattstunde. Das Preisblatt vom 15.09.2026 nennt diese Bruttowerte.

Tarif Arbeitspreis brutto Grundpreis brutto im Jahr
Haushalt, Eintarif 32,44 Cent/kWh 149,70 €
Wärmepumpe mit Modul 1 27,81 Cent/kWh 150,62 €
Wärmepumpe ohne Modul, Vertrag ab 15.05.2025 24,19 Cent/kWh 75,33 €
Wärmepumpe mit Modul 2 23,19 Cent/kWh 75,33 €
Wärmepumpe mit Modul 2, Zweitarif Hochtarif 25,94 Cent, Niedertarif 21,43 Cent 75,33 €

Der Hochtarif gilt montags bis freitags von 6 bis 21 Uhr und setzt getrennte Messwerte voraus. Dazu kommen die Messkosten laut demselben Blatt, 25,00 € im Jahr für einen modernen Zähler, 50,00 € für ein intelligentes Messsystem nach § 14a und 30,00 € für die Steuerungseinrichtung.

Für die Sondertarife „Strom für Ihre Wärmepumpe“ und „Strom für Ihre steuerbare Wärmepumpe“ nennen die Stadtwerke keine Preise, sie gehen nur über eine Anfrage per E-Mail. Beide setzen einen zweiten Zähler voraus. Wir rechnen deshalb mit der Grundversorgung, die Preise anderer Lieferanten können Sie genauso einsetzen.

Was kostet es bei Ihnen?

Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.

Hausanschlussraum im Keller mit blau und rot markierten Rohren und Wasserzähler an weißer Wand

Modul 1 oder Modul 2: Was ist der Unterschied?

Modul 1 ist eine feste Gutschrift von 115,75 € netto im Jahr auf der Rechnung, Modul 2 senkt den Arbeitspreis des Netzentgelts um 60 % auf 2,59 Cent, braucht aber eine eigene Messung. Beide zusammen gehen nicht. Hier stehen die Nettowerte des Preisblatts, Konzessionsabgabe, Umlagen und Messung kommen dazu.

Netzentgelt SWM Infrastruktur, netto 2026 (Preisblatt 12/2025) 2027, vorläufig und unverbindlich
Grundpreis im Jahr 63,27 € 63,27 €
Arbeitspreis 6,47 Cent/kWh 6,33 Cent/kWh
Modul 1, Gutschrift im Jahr 115,75 € 114,70 €
Modul 2, Arbeitspreis ohne Grundpreis 2,59 Cent/kWh 2,53 Cent/kWh
Modul 3, Hochlast 7,14 Cent/kWh 7,42 Cent/kWh
Modul 3, Niedriglast 2,59 Cent/kWh 1,27 Cent/kWh
Schwelle Modul 2 gegen Modul 1, rechnerisch 2.983 kWh 3.018 kWh

Für die Schwelle teilen wir 115,75 € Gutschrift durch 3,88 Cent Preisabstand. In dieser Rechnung fehlen der Grundpreis des zweiten Zählers und die Messung. Wie viel Strom Ihr Haus braucht, lesen Sie in der Tabelle zum Stromverbrauch ab.

Rechnet sich ein zweiter Zähler?

Bei einem Haus mit 5.300 kWh Wärmepumpenstrom rechnet sich der zweite Zähler im laufenden Betrieb, offen ist nur der Zählerschrank. Muss der umgebaut werden, dauert es im Beispiel rund 12 Jahre, bis er bezahlt ist.

Beispiel. Haus in München, 5.300 kWh Strom für die Wärmepumpe, 3.000 kWh Haushaltsstrom, Grundversorgung nach Preisblatt vom 15.09.2026. Für den einen Zähler nehmen wir den Haushaltstarif an, die Gutschrift aus Modul 1 steht rechnerisch mit 137,74 € brutto darin. Ob Ihr Lieferant genau so abrechnet, steht in seinem Vertrag.

Variante Rechnung Kosten im Jahr
Ein Zähler, Haushaltstarif, Modul 1 8.300 kWh × 32,44 Cent + 149,70 € − 137,74 € rund 2.704 €
Zwei Zähler, Wärmepumpe mit Modul 1 3.000 kWh × 32,44 Cent + 149,70 € + 5.300 kWh × 27,81 Cent + 150,62 € − 137,74 € rund 2.610 €
Zwei Zähler, Wärmepumpe mit Modul 2 3.000 kWh × 32,44 Cent + 149,70 € + 5.300 kWh × 23,19 Cent + 75,33 € rund 2.427 €

Modul 2 liegt im Beispiel rund 277 € im Jahr unter dem einen Zähler. Davon gehen 25,00 € für den modernen Zähler ab, es bleiben rund 252 €. Der Umbau des Zählerschranks kostete in der Auswertung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz (Angebote aus Rheinland-Pfalz, Stand 07/2026) im Median 2.966 €, bei einer Spanne von 350 bis 7.765 €. Mit dem Median sind das rund 12 Jahre.

Hat der Schrank Platz, rechnet sich der zweite Zähler im Beispiel vom ersten Jahr an. Bei kleinem Verbrauch ist es knapp, denn mit 3.000 kWh Wärmepumpenstrom bleiben von derselben Rechnung vor Zählerkosten nur rund 64 €. Beim Heizungstausch sehen wir uns deshalb den Schrank an, bevor ein Angebot steht. In 46 % der ausgewerteten Angebote war sein Umbau nicht enthalten, wie Sie das erkennen, steht unter Angebot vergleichen.

Planen Sie eine Solaranlage mit, legen wir das Zählerkonzept vorher fest, damit Solarstrom und getrennter Wärmepumpenzähler zusammenpassen. Mehr dazu unter Wärmepumpe mit Photovoltaik.

Darf der Netzbetreiber die Wärmepumpe abschalten?

Nein, ganz abschalten darf er sie nicht. Bei Netzengpass darf die SWM Infrastruktur den Bezug auf 4,2 kW reduzieren, laut Stadtwerken höchstens 2 Stunden am Tag, und der Haushaltsstrom ist nicht betroffen. Verpflichtend gilt § 14a für Anlagen über 4,2 kW Netzbezug ab Inbetriebnahme am 01.01.2024, und die Regel dient ausdrücklich der Beseitigung von Gefährdungen oder Störungen im Netz.

Im Einfamilienhaus merken Sie davon oft wenig. Aus 4,2 kW Strom entstehen bei einem COP von 2,63, dem Wert eines Beispielgeräts bei −7 °C Außenluft und 35 °C Vorlauf, rechnerisch rund 11 kW Wärme. Bei größeren Anlagen über 11 kW nennt die Bundesnetzagentur eine eigene Mindestleistung, Anschlussleistung mal 0,4. Für ältere Häuser mit hoher Vorlauftemperatur rechnen wir den Fall im Termin mit dem echten Gerät nach.

Was gilt für eine Wärmepumpe von vor 2024?

Eine Anlage mit Vereinbarung behält die bisherige Regelung bis zum 31.12.2028, ab dem 01.01.2029 gelten die neuen Regeln, unter Umständen mit einer Umrüstung. Früher wechseln geht, zurück aber nicht. Anlagen ohne solche Vereinbarung bleiben dauerhaft ausgenommen.

Für Sie zählt vor allem der Fall des Gerätetauschs. Laut Bundesnetzagentur entfällt der Bestandsschutz beim Austausch, und der BWP ordnet auch den Austausch gleich gegen gleich der neuen Regel zu. Sperrfenster des Netzbetreibers betreffen nur Anlagen von vor 01/2024.

Bringt Modul 3 mit zeitvariablen Preisen etwas?

Bei einer Wärmepumpe bringt Modul 3 nur etwas, wenn die Anlage Wärme gezielt in die Nacht schieben kann. In Q1 und Q4 gilt 2026 die Hochlast von 08:30 bis 20:45 Uhr mit 7,14 Cent, die Niedriglast von 00:45 bis 06:45 Uhr mit 2,59 Cent, netto. Dazwischen gilt der Standard von 6,47 Cent.

Modul 3 kommt zusätzlich zu Modul 1, nie zu Modul 2, und braucht ein intelligentes Messsystem. Eine Wärmepumpe heizt im Winter auch tagsüber, deshalb trifft die Hochlast genau den Heizbetrieb. Für 2027 stehen vorläufig andere Fenster im Preisblatt, Hochlast 06:30 bis 21:00 Uhr, Niedriglast 23:00 bis 06:30 Uhr. Vor einer Entscheidung warten wir das endgültige Blatt ab.

Wer meldet die Anlage beim Netzbetreiber an?

Die Anlage meldet ein Elektroinstallateur an, der im Installateurverzeichnis eingetragen ist, nach der Inbetriebnahme im Inbetriebnahmeportal der SWM Infrastruktur, Rubrik § 14a. Das gehört bei uns zum Auftrag. Bei der Erstanmeldung wählen Sie zwischen Modul 1 und Modul 2, ein späterer Wechsel läuft über den Lieferanten, deshalb klären wir die Wahl vor der Inbetriebnahme mit Ihnen.

Welche Netzentgelte gelten im Umland?

Im Umland gilt das Preisblatt des jeweiligen Netzbetreibers, und die Werte weichen von denen der SWM Infrastruktur ab. Die Schwelle für Modul 2 liegt in den drei belegten Fällen dicht beieinander.

Netz, 2026, netto Grundpreis im Jahr Arbeitspreis Modul 1 Modul 2 Schwelle, rechnerisch
SWM Infrastruktur: München, Garching, Ottobrunn 63,27 € 6,47 Cent 115,75 € 2,59 Cent 2.983 kWh
Stadtwerke Dachau 54,00 € 7,10 Cent 120,48 € 2,84 Cent 2.828 kWh
Freisinger Stadtwerke 59,80 € 7,22 Cent 121,38 € 2,89 Cent 2.803 kWh

Für Garching gilt also dasselbe Blatt wie in der Stadt, für Dachau nicht. Ob die Stadtwerke in Freising das ganze Gemeindegebiet abdecken, können wir nicht belegen. Unterschleißheim gehört zu Bayernwerk Netz, Germering laut Netzverzeichnis ebenfalls, von dort liegen uns keine Preise vor. Welcher Betreiber bei Ihnen zuständig ist, sehen Sie auf der Stromrechnung.

Was der Strom am Ende im Jahr ausmacht, rechnen wir im Heizkostenvergleich gegen Gas und Öl. Für Ihre Zählerfrage genügen uns ein Foto vom offenen Zählerschrank und die letzte Stromrechnung, beides erreicht uns über das Formular oder an kontakt@waermepumpe-in-muenchen.de.

Häufige Fragen

Was kostet Wärmepumpenstrom bei den Stadtwerken München?

23,19 Cent je kWh und 75,33 € Grundpreis im Jahr sind es in der Grundversorgung mit Modul 2, Stand 15.09.2026. Mit Modul 1 sind es 27,81 Cent und 150,62 €, die Preise der Sondertarife nennen die Stadtwerke nur auf Anfrage per E-Mail.

Brauche ich für die Wärmepumpe einen zweiten Stromzähler?

Nein, Pflicht ist er nicht, Modul 1 geht auch ohne eigenen Zähler. Für Modul 2 und seine 2,59 Cent Netzentgelt ist er aber nötig, und das rechnet sich vor allem dann, wenn der Zählerschrank nicht umgebaut werden muss.

Was ist besser für die Wärmepumpe, Modul 1 oder Modul 2?

2.983 kWh im Jahr sind bei der SWM Infrastruktur die rechnerische Grenze beim Netzentgelt 2026, darüber liegt Modul 2 vorn. Grundpreis und Messung des zweiten Zählers sind darin noch nicht enthalten.

Darf der Netzbetreiber meine Wärmepumpe abschalten?

Nein, ganz abschalten darf er sie nach § 14a EnWG nicht. Er darf den Bezug bei Netzengpass auf 4,2 kW reduzieren, laut Stadtwerken höchstens 2 Stunden am Tag, der Haushaltsstrom bleibt davon unberührt.

Für welche Wärmepumpen gilt § 14a?

4,2 kW Netzbezug ist die Grenze, darüber gilt er verpflichtend für Anlagen ab Inbetriebnahme am 01.01.2024. Ältere Anlagen können freiwillig wechseln, mit einer Vereinbarung gilt für sie die bisherige Regelung bis zum 31.12.2028.

Wie hoch ist das Netzentgelt der SWM Infrastruktur für Wärmepumpen?

2,59 Cent je kWh netto zahlen Sie 2026 mit Modul 2 und keinen Grundpreis dafür. Ohne Modul sind es 6,47 Cent und 63,27 € im Jahr, mit Modul 1 gehen 115,75 € netto vom Betrag ab.

Muss ein Elektriker die Wärmepumpe bei der SWM Infrastruktur anmelden?

Ja, ein Elektroinstallateur aus dem Installateurverzeichnis meldet sie nach der Inbetriebnahme im Inbetriebnahmeportal an, Rubrik § 14a. Bei der Erstanmeldung wählen Sie Modul 1 oder Modul 2, ein späterer Wechsel geht über den Lieferanten.

Lohnt sich Modul 3 mit zeitvariablem Netzentgelt für eine Wärmepumpe?

Nein, nicht ohne Weiteres, denn die Hochlastzeit von 08:30 bis 20:45 Uhr trifft den Heizbetrieb im Winter. Es lohnt sich am ehesten, wenn die Anlage Wärme gezielt in die Nacht schieben kann.

Was kostet der zweite Zähler im Jahr?

25,00 € kostet ein moderner Zähler bei den Stadtwerken München laut Preisblatt vom 15.09.2026. Ein intelligentes Messsystem nach § 14a kostet 50,00 €, die Steuerungseinrichtung 30,00 €.

Gelten die SWM-Netzentgelte auch im Umland?

Ja, in Garching und Ottobrunn ist die SWM Infrastruktur Netzbetreiber. In Dachau, Fürstenfeldbruck, Erding und bei den Freisinger Stadtwerken gelten andere Preisblätter, in Unterschleißheim ist es Bayernwerk Netz.

Hände mit Bleistift und Zollstock über einem Grundriss auf einem Holztisch in einer holzvertäfelten Stube, daneben eine Tasse
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