Rechnet sich ein zweiter Zähler?
Bei einem Haus mit 5.300 kWh Wärmepumpenstrom rechnet sich der zweite Zähler im laufenden Betrieb, offen ist nur der Zählerschrank. Muss der umgebaut werden, dauert es im Beispiel rund 12 Jahre, bis er bezahlt ist.
Beispiel. Haus in München, 5.300 kWh Strom für die Wärmepumpe, 3.000 kWh Haushaltsstrom, Grundversorgung nach Preisblatt vom 15.09.2026. Für den einen Zähler nehmen wir den Haushaltstarif an, die Gutschrift aus Modul 1 steht rechnerisch mit 137,74 € brutto darin. Ob Ihr Lieferant genau so abrechnet, steht in seinem Vertrag.
| Variante |
Rechnung |
Kosten im Jahr |
| Ein Zähler, Haushaltstarif, Modul 1 |
8.300 kWh × 32,44 Cent + 149,70 € − 137,74 € |
rund 2.704 € |
| Zwei Zähler, Wärmepumpe mit Modul 1 |
3.000 kWh × 32,44 Cent + 149,70 € + 5.300 kWh × 27,81 Cent + 150,62 € − 137,74 € |
rund 2.610 € |
| Zwei Zähler, Wärmepumpe mit Modul 2 |
3.000 kWh × 32,44 Cent + 149,70 € + 5.300 kWh × 23,19 Cent + 75,33 € |
rund 2.427 € |
Modul 2 liegt im Beispiel rund 277 € im Jahr unter dem einen Zähler. Davon gehen 25,00 € für den modernen Zähler ab, es bleiben rund 252 €. Der Umbau des Zählerschranks kostete in der Auswertung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz (Angebote aus Rheinland-Pfalz, Stand 07/2026) im Median 2.966 €, bei einer Spanne von 350 bis 7.765 €. Mit dem Median sind das rund 12 Jahre.
Hat der Schrank Platz, rechnet sich der zweite Zähler im Beispiel vom ersten Jahr an. Bei kleinem Verbrauch ist es knapp, denn mit 3.000 kWh Wärmepumpenstrom bleiben von derselben Rechnung vor Zählerkosten nur rund 64 €. Beim Heizungstausch sehen wir uns deshalb den Schrank an, bevor ein Angebot steht. In 46 % der ausgewerteten Angebote war sein Umbau nicht enthalten, wie Sie das erkennen, steht unter Angebot vergleichen.
Planen Sie eine Solaranlage mit, legen wir das Zählerkonzept vorher fest, damit Solarstrom und getrennter Wärmepumpenzähler zusammenpassen. Mehr dazu unter Wärmepumpe mit Photovoltaik.