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Heizlast gerechnetfür Ihr Haus, nicht geschätztFörderung vorbereitetBestätigung für den KfW-Antrag erstellen wirGrundwasser geprüftwo im Münchner Kies ein Brunnen gehtGanz München und Umlandalle 25 Stadtbezirke
Wärmepumpe in München — zur Startseite Wärmepumpe in München Heizungs- und Wärmetechnik KfW 458 Zuschuss für Ihre Wärmepumpe
Aufgegrabene Wohnstraße mit zwei großen gedämmten Fernwärmerohren im Graben, rot-weiße Absperrgitter und helle Altbauten
Heizungs- und Wärmetechnik

Wärmeplan München: Was er für Ihr Haus heißt und wo das Wärmenetz liegt

Der Wärmeplan München gilt seit dem Beschluss vom 29.04.2026 und verpflichtet keinen Hausbesitzer. In den 25 Stadtbezirken sind nach unserer Auswertung 5 bis 78 % der Fläche Wärmenetz.

oder per E-Mail: kontakt@waermepumpe-in-muenchen.de

Der Wärmeplan München wurde am 29.04.2026 von der Vollversammlung des Stadtrats beschlossen (Vorlage 20-26 / V 19631) und bindet keinen Hausbesitzer. Er hat keine Außenrechtsverbindlichkeit, gibt keinen Anspruch auf eine bestimmte Versorgung und setzt keinen Termin für den Heizungstausch. Einen Anschlusszwang an die Fernwärme strebt die Stadt laut Ergebnisbericht nicht an, auf eine Gebietsausweisung nach § 26 Wärmeplanungsgesetz verzichtet sie vorerst.

Für 2045 plant die Stadt mit rund 57 % Fernwärme und rund 37 % Wärmepumpen bei 28 % weniger Endenergie. 2023 lag der Bedarf bei rund 11,1 TWh, davon rund 52 % Erdgas, knapp 35 % Fernwärme und 1 % Umweltwärme. Quelle ist der Ergebnisbericht vom April 2026.

Für die meisten Eigentümer ist der Plan damit eine Auskunft über die Lage ihres Hauses und keine Vorschrift. Geld hängt trotzdem daran, denn wo Fernwärme vorhanden oder möglich ist, entfällt der Zuschuss der Stadt.

Wie viel Wärmenetz liegt in meinem Stadtbezirk?

Im Stadtgebiet sind nach unserer Auswertung 28 % der Fläche als Wärmenetz eingestuft und 49 % als dezentral, also für Wärmepumpen oder mit geringem Bedarf. Wir haben dafür die Karte des Wärmeplans mit Stand 12/2025 ausgewertet und je Bezirk gerundet. Es sind Flächenanteile und keine Gebäudeanteile, und die Stadt selbst hat diese Zahlen so nicht veröffentlicht.

Stadtbezirk Dezentral Wärmenetz
Altstadt-Lehel 18 % 51 %
Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt 12 % 61 %
Maxvorstadt 0 % 78 %
Schwabing-West 8 % 70 %
Au-Haidhausen 5 % 63 %
Sendling 17 % 51 %
Sendling-Westpark 35 % 41 %
Schwanthalerhöhe 4 % 60 %
Neuhausen-Nymphenburg 30 % 39 %
Moosach 42 % 26 %
Milbertshofen-Am Hart 32 % 39 %
Schwabing-Freimann 49 % 26 %
Bogenhausen 56 % 22 %
Berg am Laim 36 % 35 %
Trudering-Riem 61 % 18 %
Ramersdorf-Perlach 42 % 38 %
Obergiesing-Fasangarten 22 % 56 %
Untergiesing-Harlaching 51 % 18 %
Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln 37 % 45 %
Hadern 56 % 26 %
Pasing-Obermenzing 47 % 31 %
Aubing-Lochhausen-Langwied 73 % 12 %
Allach-Untermenzing 73 % 5 %
Feldmoching-Hasenbergl 76 % 9 %
Laim 28 % 43 %

Für die Innenstadt hält die Stadt Alternativen zur Fernwärme für schwierig, im Nordwesten liegen nach ihrer Angabe kaum Wärmenetze. In Allach und Untermenzing sind 5 % der Fläche als Wärmenetz eingestuft, in der Maxvorstadt 78 %. Grünflächen und Felder zählen in dieser Rechnung als dezentral mit, deshalb wirken die Außenbezirke dezentraler, als ihr bebauter Teil es ist.

Blick über rote Ziegeldächer und Kamine einer Großstadt an einem klaren Tag, am Horizont eine Bergkette

Liegt mein Haus im Fernwärmegebiet?

Das klären Sie in zwei Schritten, zuerst im Geoportal der Stadt und dann bei den Stadtwerken München (SWM). Die Karte unter „Wärmeplan“ ist baublockscharf und nicht grundstücksscharf, und eine zweite Karte im Geoportal führt die Wärmenetze der SWM auf. Für das einzelne Haus gibt erst die Auskunft der SWM den Ausschlag.

Im Fernwärme-Verdichtungsgebiet haben laut Ergebnisbericht rund 80 % der Straßenzüge bereits Leitungen, und die Fernwärme deckt im Schnitt rund 60 % des Bedarfs. Auch dort entscheidet jeder Eigentümer frei, und eine Leitung in der Straße heißt noch nicht, dass Ihr Haus angeschlossen werden kann.

Was bedeuten die Einstufungen auf der Karte?

Ein Baublock wird als Eignungsgebiet für Wärmepumpen eingefärbt, wenn sich über 80 % seiner Gebäude damit versorgen lassen. Einzelne Häuser können also auch in einem nicht eingefärbten Block gut für eine Wärmepumpe taugen. Bei der folgenden Auswertung zählt jede Fläche einmal in der höchsten Stufe des Portals, deshalb weichen die Summen von der Bezirkstabelle ab.

Einstufung Anteil an der Stadtfläche Was wir daraus für die Planung ableiten
Fernwärme Verdichtung und Dampfnetz 19,6 % zuerst bei den SWM fragen, die Stadtförderung fällt voraussichtlich weg
Erschließung ab 2025 0,8 % Termin und Trasse bei den SWM erfragen
Erschließung ab 2027 1,1 % wie oben, vor dem Kesseltausch klären
Wärmenetz in Untersuchung 11,5 % noch offen, beide Wege rechnen
Grundwasser-Wärmepumpe 7,1 % Brunnen prüfen, Erlaubnis nach Art. 70 BayWG
Luft-Wärmepumpe 4,1 % Aufstellort und Schall prüfen
Erdkollektor 0,3 % genug Gartenfläche nötig
Geringer Bedarf 32,3 % oft Felder und Parks, einzelne Häuser prüfen wir für sich
Wärmepumpe nach Sanierung 3,2 % Heizlast und Vorlauf zuerst, dann das Gerät
Prüfgebiet 1,9 % die Stadt untersucht noch und benennt schrittweise um
Sondernutzung 5,3 % keine Aussage für Wohnhäuser
Ohne Färbung 12,9 % keine Aussage, einzelne Häuser prüfen wir für sich

Die Einträge in der rechten Spalte sind unsere Folgerung und stehen so nicht im Plan. Auf 14,3 km² überschneidet sich das Grundwasser-Gebiet mit Fernwärmelagen, bei der Luft-Wärmepumpe sind es 9,2 km²; dort ist beides möglich, obwohl die Tabelle nur die Fernwärme ausweist.

Stadtweit deckt eine Luft-Wärmepumpe laut Ergebnisbericht den Bedarf bei rund 75 % der Gebäude, saniert auf Effizienzhaus 55 bei über 80 %. Bei der Grundwasser-Wärmepumpe sind es rund 45 %, beim Erdkollektor rund 15 %.

Fernwärme oder Wärmepumpe, was kostet im Jahr mehr?

Bei den laufenden Kosten liegt in unserem Beispiel die Wärmepumpe vorn, bei schlechter Jahresarbeitszahl aber mit deutlich kleinerem Abstand. Die SWM verlangen seit dem 01.10.2026 für Heizwasser 13,99 Cent je Kilowattstunde, 57,31 € je kW Anschlussleistung im Jahr und 219,06 € im Jahr für den Zähler bis 1.500 l/h, alles brutto. Die Preise ändern sich quartalsweise, und das Dampfnetz hat eigene Preise.

Beispiel. Angenommen, Ihr Haus braucht 18.000 kWh Wärme im Jahr, was 20.000 kWh Gas bei 90 % Kesselnutzung entspricht. Für die Fernwärme setzen wir 8 kW Anschlussleistung an, den oberen Wert der Faustformel für diesen Verbrauch. Beim Strom gelten die BDEW-Preise vom 01.10.2026, bei der Jahresarbeitszahl das Mittel und der untere Wert aus dem Feldtest des Fraunhofer ISE (Auswertung 2024).

Posten im Jahr, rechnerisch Fernwärme Wärmepumpe, Jahresarbeitszahl 3,4 Wärmepumpe, Jahresarbeitszahl 2,6
Energie 2.518,20 € 1.540 € (5.300 kWh, 29,0 ct/kWh) 2.690 € (6.900 kWh, 38,9 ct/kWh)
Grundpreis bei 8 kW 458,48 € nicht gesondert angesetzt nicht gesondert angesetzt
Zähler 219,06 € nicht gesondert angesetzt nicht gesondert angesetzt
Summe 3.196 € 1.540 € 2.690 €

Die Wärmepumpe kommt so im Jahr auf rund 1.656 € weniger, im schlechten Fall auf rund 506 € weniger. Nicht enthalten sind Wartung und Anschaffung, und bei der Anschaffung liegen die großen Beträge. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostete in 160 Angeboten aus Rheinland-Pfalz 21.099 bis 54.168 €, Median 34.898 € (Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Auswertung 07/2026); für München gibt es keine eigene Statistik.

Den Preis für den Fernwärmeanschluss nennen die SWM je Haus, einen belegten Pauschalwert haben wir nicht. Lassen Sie sich diese Zahl geben, bevor Sie vergleichen. Die Preisbestandteile des Stroms in München stehen unter Wärmepumpenstrom München.

Was kostet es bei Ihnen?

Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.

Was passiert mit der Stadtförderung, wenn Fernwärme möglich ist?

Grund- und Zusatzförderung entfallen ganz, sobald Fernwärme vorhanden oder möglich ist. So steht es in der Richtlinie des Förderprogramms Klimaneutrale Gebäude (FKG, gültig ab 28.09.2026, Kap. 2.2), und geklärt wird die Frage über die SWM.

Bei einer Wohneinheit geht es um rechnerisch höchstens 4.200 € Grundförderung und bei Grundwasser oder Erdwärme um höchstens 9.000 € Zusatzförderung, zusammen 13.200 €. Deshalb fragen wir die SWM vor dem Antrag und vor jeder Bohrung, denn ein Brunnen, der mit der Zusatzförderung gerechnet war, sieht ohne sie anders aus. Die Einzelheiten stehen beim Förderprogramm Klimaneutrale Gebäude.

Der Ausschluss steht in der städtischen Richtlinie. Für den Zuschuss der KfW gelten deren eigene Bedingungen, die wir unter Förderung in München durchrechnen.

Woher kommt die Münchner Fernwärme, und wie geht es weiter?

Im Hauptnetz stammten 2025 laut SWM 66,7 % aus Erdgas, 19,9 % aus Abwärme und 11,1 % aus Geothermie. Ab 2040 soll die Fernwärme nach dem Ziel der SWM überwiegend aus Tiefengeothermie kommen. Das ist eine Absicht des Versorgers und keine Zusage, und die Geothermie am Michaelibad zum Beispiel soll voraussichtlich ab 2034 laufen.

Das Netz misst rund 1.000 km, möglich ist laut Ergebnisbericht ein Ausbau auf rund 1.600 km. Innerhalb des Mittleren Rings liegt noch das Dampfnetz, das von 2021 an in Haidhausen und der Au auf Heizwasser umgestellt wird und ab 2030 unter anderem in Teilen der Maxvorstadt und Schwabings. Wer dort wohnt, fragt die SWM am besten gleich nach dem Termin für seine Straße, denn der Anschluss im Keller hängt davon ab.

Wann raten wir zur Wärmepumpe, wann zum Gespräch mit den SWM?

Wir bauen Wärmepumpen und sagen trotzdem, wenn die Fernwärme näher liegt. In diesen vier Lagen fällt die Antwort meist recht klar aus, die genaue Rechnung folgt immer am einzelnen Haus.

Lage Was wir zuerst prüfen Häufige Folge
Altbau in der Maxvorstadt oder in Au-Haidhausen, Ensemble, kein Hof oder Garten Leitung in der Straße, Vorlauftemperatur, möglicher Aufstellort ohne brauchbaren Platz zuerst die SWM fragen
Einfamilienhaus in Feldmoching oder Aubing, wenig Wärmenetz auf der Karte Grundwasserauskunft, Schall am Nachbarfenster Luft-Wasser oder Brunnen
Reihenhaus in einem Bezirk mit gemischter Karte wie Laim oder Berg am Laim Auskunft der SWM, Heizkörper, Platz im Garten beide Wege rechnen, ohne Stadtförderung, falls Fernwärme möglich ist
Haus in Waldtrudering Wasserschutzgebiet Brunnen scheidet aus, Luft-Wasser prüfen

Liegt die Vorlauftemperatur über 55 °C und fehlt der Platz fürs Außengerät, rechnet sich die Wärmepumpe oft nicht, und das sagen wir dann auch. Die Prüfung im Einzelnen beschreiben wir bei der Luft-Wasser-Wärmepumpe. Den rechtlichen Rahmen des Bundes erklären wir beim Gebäudemodernisierungsgesetz.

Gilt der Wärmeplan auch im Münchner Umland?

Nein, der Plan und seine Karte enden an der Stadtgrenze. Für Häuser in Pullach oder Dachau fragen wir deshalb bei der jeweiligen Gemeinde nach, und das städtische Förderprogramm gilt dort ebenfalls nicht. Das Preisblatt der SWM für Heizwasser gilt dagegen über die Stadt hinaus auch für Martinsried, Unterföhring und die Region Süd.

Was wir für die Einschätzung Ihres Hauses brauchen

Schicken Sie uns Adresse, Baujahr und die letzte Gasabrechnung, dann sehen wir uns die Lage auf der Karte an, bevor wir zum ersten Termin kommen, und dieser Termin kostet nichts. Eine Auskunft der SWM zu Ihrem Haus nehmen wir gern in die Rechnung auf, falls Sie schon eine haben. Die Angaben können Sie ins Formular eintragen oder an kontakt@waermepumpe-in-muenchen.de mailen.

Häufige Fragen

Muss ich mich wegen des Wärmeplans an die Fernwärme anschließen?

Nein, der Wärmeplan hat keine Außenrechtsverbindlichkeit, und einen Anschlusszwang an die Fernwärme strebt die Stadt für München nicht an. Auf eine Gebietsausweisung nach § 26 WPG verzichtet sie vorerst.

Setzt der Münchner Wärmeplan eine Frist für den Heizungstausch?

Nein, aus dem Plan folgt kein Stichtag für den Einbau. Die Stadt bezeichnet ihn als Orientierungshilfe, aus der niemand einen Anspruch auf eine bestimmte Versorgung ableiten kann.

Wie viel Fernwärme plant München bis 2045?

Rund 57 % Fernwärme und rund 37 % Wärmepumpen stehen als Ziel im Ergebnisbericht vom April 2026. Der Endenergiebedarf soll um 28 % sinken.

Was kostet Fernwärme bei den SWM?

13,99 Cent je Kilowattstunde brutto seit dem 01.10.2026, dazu 57,31 € je kW Anschlussleistung im Jahr und 219,06 € im Jahr für den Zähler bis 1.500 l/h. Die Preise ändern sich quartalsweise.

Bekomme ich die Münchner Förderung, wenn bei mir Fernwärme möglich ist?

Nein, Grund- und Zusatzförderung des Förderprogramms Klimaneutrale Gebäude entfallen, wenn Fernwärme vorhanden oder möglich ist. Klären Sie das vor dem Antrag mit den SWM.

Ist die Karte des Wärmeplans grundstücksgenau?

Nein, sie ist baublockscharf und wird in der Regel jährlich aktualisiert. Ob Ihr Haus angeschlossen werden kann, sagen im Einzelfall nur die SWM.

Für wie viele Münchner Gebäude reicht eine Luftwärmepumpe laut Wärmeplan?

Rund 75 % der Gebäude, saniert auf Effizienzhaus 55 über 80 %. Eine Grundwasser-Wärmepumpe deckt den Bedarf bei rund 45 % der Gebäude, ein Erdkollektor bei rund 15 %.

Wie hoch ist der Erdgasanteil der Münchner Fernwärme?

66,7 % waren es 2025 im Hauptnetz, dazu 19,9 % Abwärme und 11,1 % Geothermie. Ab 2040 soll die Fernwärme laut SWM überwiegend aus Tiefengeothermie kommen.

Welcher Stadtbezirk hat den höchsten Anteil an Wärmenetz?

78 % der Fläche sind es nach unserer Auswertung der Karte in der Maxvorstadt. Den niedrigsten Wert hat Allach-Untermenzing mit 5 %. Die Werte sind Flächenanteile, keine Gebäudeanteile.

Gilt der Münchner Wärmeplan auch in Pullach oder Dachau?

Nein, er gilt nur im Stadtgebiet der Landeshauptstadt. Auch das städtische Förderprogramm endet an der Stadtgrenze, im Umland fragen wir deshalb bei der jeweiligen Gemeinde nach.

Hände mit Bleistift und Zollstock über einem Grundriss auf einem Holztisch in einer holzvertäfelten Stube, daneben eine Tasse
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