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Wärmepumpe in München — zur Startseite Wärmepumpe in München Heizungs- und Wärmetechnik KfW 458 Zuschuss für Ihre Wärmepumpe
Altbauzimmer mit Stuckdecke, Fischgrätparkett und Sprossenfenster, darunter ein flacher Heizkörper, daneben Bücherregal
Heizungs- und Wärmetechnik

Vorlauftemperatur der Wärmepumpe: Wann Ihre Heizkörper in München reichen

In München und im Umland prüfen wir vor dem Einbau, welche Vorlauftemperatur Ihre Heizkörper brauchen. Ziel sind höchstens 55 °C im Vorlauf, jedes Grad darunter spart 2 bis 4 % Strom.

oder per E-Mail: kontakt@waermepumpe-in-muenchen.de

Die Vorlauftemperatur einer Wärmepumpe sollte höchstens 55 °C betragen, besser sind 30 bis 50 °C, so die Verbraucherzentrale. Gemeint ist die Temperatur des Heizwassers auf dem Weg zum Heizkörper. Jedes Grad weniger spart 2 bis 4 % Strom, wobei die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz je nach Auswertung 2 bis 3 % oder 3 bis 4 % nennt.

Das Baujahr hilft bei dieser Frage wenig. Fraunhofer ISE fand im Feldtest mit Häusern der Baujahre 1826 bis 2015 keinen Zusammenhang zwischen Baualter und Effizienz, den Ausschlag gab die Heizkreistemperatur. Ob Ihr Haus mit 55 °C oder weniger auskommt, lässt sich vor dem Kauf mit der Heizung prüfen, die heute im Keller steht.

Wie stark fällt der COP bei hohem Vorlauf?

Bei 7 °C Außenluft fällt er in unserem Beispiel von 4,48 auf 2,78, wenn der Vorlauf von 35 auf 55 °C steigt. Der COP gibt an, wie viel Wärme in einem bestimmten Betriebspunkt je Kilowattstunde Strom entsteht. Die Werte stammen aus dem Datenblatt eines einzelnen 9-kW-Geräts und sind keine Empfehlung für dieses Gerät.

Balken zum 9-kW-Gerät: bei 7 °C Außenluft COP 4,48 und 2,78, bei −7 °C COP 2,63 und 1,80, jeweils Vorlauf 35 und 55 °C

Außenluft COP bei 35 °C Vorlauf COP bei 55 °C Vorlauf Strom für 10 kWh Wärme bei 35 °C Strom für 10 kWh Wärme bei 55 °C
7 °C 4,48 2,78 2,2 kWh 3,6 kWh
−7 °C 2,63 1,80 3,8 kWh 5,6 kWh

Die Spalten mit dem Strom sind gerechnet. Bei 7 °C Außenluft braucht das Gerät mit 55 °C Vorlauf also rund 60 % mehr Strom für dieselbe Wärme, bei −7 °C knapp 50 % mehr.

Sehr kalte Betriebspunkte sind in München nicht der Alltag. An der DWD-Station München-Stadt lag der tiefste Wert 2024 bei −8,6 °C und 2025 bei −8,0 °C, das Jahresmittel 1991 bis 2020 bei 10,1 °C. An der Station München-Flughafen wird es deutlich kälter, dort waren es 2024 −11,4 °C und 2025 −12,6 °C. Wie sich solche Punkte über das Jahr mitteln, steht bei der Jahresarbeitszahl.

Reichen meine Heizkörper? Der Test mit der alten Heizung

Das finden Sie an einem kalten Tag selbst heraus, wenn Sie den Vorlauf am Kessel auf 55 °C begrenzen und alle Thermostate auf Stufe 3 drehen. Werden dabei alle Räume warm, passt die Wärmepumpe zu den vorhandenen Heizkörpern. Bleiben einzelne Räume kühl, müssen dort Heizkörper ersetzt werden. Diesen Test empfiehlt die Verbraucherzentrale, der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) nennt ihn ebenfalls.

  1. Warten Sie auf einen Frosttag. Davon gibt es an der DWD-Station München-Stadt im Mittel 73,4 im Jahr, an der Station München-Flughafen 104,4.
  2. Stellen Sie die Heizkurve am Kessel so ein, dass höchstens 55 °C im Vorlauf ankommen. Am Thermometer des Kessels oder am Rohr können Sie das ablesen.
  3. Drehen Sie alle Thermostate auf Stufe 3 und lassen Sie die Türen wie üblich stehen.
  4. Gehen Sie nach einigen Stunden durch alle Räume und schreiben Sie auf, welcher Raum zu kühl bleibt.
  5. Wird alles warm, senken Sie an den folgenden kalten Tagen weiter ab, bis der erste Raum nicht mehr mitkommt. Dieser Wert ist Ihre tatsächliche Grenze.

Meist bleiben Bad, Eckzimmer oder ein Raum über der Garage zurück, weil dort der Bedarf je Quadratmeter am höchsten ist. Für einzelne Heizkörper hat der BWP einen Heizkörperrechner. Sicher wird die Aussage erst mit der raumweisen Heizlast, denn dann steht für jeden Raum fest, was der Heizkörper bei welcher Temperatur leisten muss.

Nach neuen Fenstern reichen oft die alten Heizkörper

Wer Fenster und Dach erneuert hat, hat oft mehr Heizfläche, als das Haus noch braucht. Geplant wurden die Heizkörper für den alten Wärmeverlust und hohe Vorlauftemperaturen. Nach einer Teilsanierung sinkt der Bedarf, der Heizkörper bleibt gleich groß und kommt mit weniger Temperatur aus.

Im Feldtest des Fraunhofer ISE waren die Häuser bis Baujahr 1979 meist teilsaniert. Die Fenster waren zu 95 % saniert, das Dach zu 82 % und die Außenwand zu 51 %. Für München ist diese Gruppe groß. Nach dem Zensus 2022 stammen 13,5 % der Gebäude aus den 1950ern, 15,9 % aus den 1960ern und 11,3 % aus den 1970ern.

Baujahr nach Zensus 2022, München Anteil der Gebäude Worauf wir zuerst schauen
vor 1919 7,1 % Größe der Gussheizkörper, vorab Denkmal und Ensemble
1919 bis 1949 12,8 % Einzelne Räume mit kleinen Heizkörpern, Zustand der Fenster
1950er 13,5 % Heizkörper für hohen Vorlauf geplant, Zustand von Dach und Fenstern
1960er 15,9 % Wie in den 1950ern, dazu spätere Teilsanierungen
1970er 11,3 % Heizkörper nach dem damaligen Wärmeschutz geplant, spätere Teilsanierungen
1980er 12,1 % Wie in den 1970ern, Stand der Fenster
1990er 8,1 % Vorhandene Auslegung, teils Fußbodenheizung
2000er 9,1 % Oft Flächenheizung oder niedriger geplante Heizkörper
2010 bis 2015 5,2 % Meist Flächenheizung, Abgleich prüfen
ab 2016 4,8 % Meist Flächenheizung, Abgleich prüfen

In der rechten Spalte stehen unsere ersten Prüfpunkte, die Prüfung im einzelnen Haus ersetzen sie nicht. Bei Gründerzeit und Jugendstil kommt die Frage nach Stuck und Ensemble dazu, das haben wir bei der Wärmepumpe im Altbau aufgeschrieben.

Was kosten neue Heizkörper und der Abgleich?

Ein neuer Heizkörper kostet laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Auswertung 2025, 326 bis 1.207 €, im Median 642 €. Für die übrigen Posten stammen die Werte aus der Auswertung vom Juli 2026, die Angebote kommen aus Rheinland-Pfalz. Eigene Münchner Preisstatistiken gibt es nicht.

Posten Marktpreis Bezug und Quelle
Heizkörper tauschen 326 bis 1.207 €, Median 642 € je Stück, Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz 2025
Fünf Heizkörper 1.630 bis 6.035 €, rund 3.210 € zum Median rechnerisch aus der Zeile darüber
Hydraulischer Abgleich 120 bis 5.300 €, Median 1.071 € je Angebot, Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz 07/2026
Fußbodenheizung nachrüsten 20 bis 135 €/m² je m², co2online
Fußbodenheizung, 130 m² gefräst 11.500 € Beispiel von co2online

Achten Sie im Angebot darauf, was enthalten ist. Der Heizkörpertausch war nur in 23 % der Angebote enthalten, der Abgleich in 86 %. Wie man solche Lücken findet, steht unter Angebote vergleichen.

Was kostet es bei Ihnen?

Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.

Lohnt sich eine Fußbodenheizung nachzurüsten?

Allein wegen der Wärmepumpe lohnt sie sich selten. Fraunhofer ISE fand, dass ausreichend große Heizkörper ähnlich niedrig laufen wie Flächenheizungen, und fünf neue Heizkörper kosten zum Median rund 3.210 €. Für eine gefräste Fußbodenheizung nennt co2online bei 130 m² dagegen 11.500 €, einschließlich neuem Belag und gedämmter Kellerdecke.

Sinnvoll wird sie, wenn der Boden ohnehin neu gemacht wird. Wer das Erdgeschoss kernsaniert, hat Belag und Estrich sowieso offen, dann fällt ein Teil der Mehrkosten weg. Eine Fußbodenheizung, die schon im Haus liegt, ist für die Wärmepumpe ein Vorteil, weil sie mit niedrigem Vorlauf auskommt. Sie braucht trotzdem einen Abgleich.

Was bringt der hydraulische Abgleich?

Der hydraulische Abgleich stellt sicher, dass jeder Heizkörper genau die Wassermenge bekommt, die sein Raum braucht. Ohne ihn bleibt oft ein Raum kühl, und dann wird die Temperatur für das ganze Haus hochgedreht. Jedes zusätzliche Grad kostet bei einer Wärmepumpe Strom.

Für die KfW-Förderung ist er immer Pflicht, nach Verfahren B und mit Nachweis auf dem VdZ-Formular. Gesetzlich verlangt ihn § 60c GModG erst ab 6 Wohnungen, beides gilt nebeneinander. Laut BWP sind 80 % der Anlagen nicht abgeglichen, und in 90 % ist ein Tausch der Ventile sinnvoll. Wir machen den Abgleich als Teil des Einbaus, weil er auf der raumweisen Heizlast aufbaut. Was die Förderung sonst verlangt, steht bei der Förderung in München.

Rechnet sich der Tausch von fünf Heizkörpern?

Über den Strom allein rechnet er sich nur langsam, trotzdem kann er nötig sein. Es kommt darauf an, wie viel Grad Vorlauf Sie damit gewinnen.

Beispiel. Wir nehmen ein Haus mit 18.000 kWh Wärmebedarf im Jahr an. Bei einer Jahresarbeitszahl von 3,4 sind das 5.300 kWh Strom, zum Heizstrompreis von 29,0 Cent je Kilowattstunde (BDEW, 01.10.2026) also 1.540 €. Angenommen, fünf neue Heizkörper senken den Vorlauf um 5 Grad.

Annahme Stromersparnis Geld im Jahr Tausch zum Median 3.210 € hat sich bezahlt nach
2 % je Grad 10 % rund 150 € rund 21 Jahren
4 % je Grad 20 % rund 300 € rund 11 Jahren

Zum Vergleich setzt das BBSR für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe eine rechnerische Nutzungsdauer von 18 Jahren an. Im ungünstigen Fall rechnet sich der Tausch über den Strom also nicht.

Anders sieht es aus, wenn die Heizkörper über die Machbarkeit bestimmen. Die Förderung verlangt eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3,0. In einem Modell von Prognos für ein kleines Mehrfamilienhaus stieg sie bei Luft-Wasser mit neuen Heizkörpern von 2,6 auf 3,0. Und bei Jahresarbeitszahl 2,6 und 38,9 Cent je Kilowattstunde bleiben gegenüber Gas im Jahr nur noch rund 80 € übrig, so unser Rechenbeispiel im Heizkostenvergleich.

Was tun, wenn das Haus über 55 °C braucht?

Dann suchen wir erst die Räume, die den Wert treiben, und tauschen dort die Heizkörper. Bleibt der Bedarf hoch, sind bis 70 °C zwar technisch möglich, das geht aber zu Lasten der Effizienz. Mit einem Gerät, das so läuft, wird die Jahresarbeitszahl für die Förderung schwer erreichbar, und gegen Gas bleibt kaum ein Vorteil.

Für solche Häuser kommen drei Wege infrage, und wir sagen im Termin offen, welcher zu Ihrem Haus passt. Dämmung an Dach oder Fassade senkt den Bedarf. Eine Hybridheizung deckt die wenigen kalten Tage mit Gas, laut BWP ist das nur in wenigen Fällen nötig. Im Stadtgebiet kann auch die Grundwasser-Wärmepumpe passen, denn das Grundwasser hat im Mittel etwa 12 °C und ist von der Außenluft kaum abhängig.

Im Umland hängt an dieser Grenze teils auch Geld. Die Gemeinde Gräfelfing fördert Grundwasser-Wärmepumpen im Bestand nur bei höchstens 55 °C Vorlauf und einer Jahresarbeitszahl von mindestens 3. Die Anträge für 2026 liefen bis 15.09.2026, neue sind ab 01.01.2027 möglich.

Schreiben Sie sich beim Test auf, welcher Raum wann zu kühl blieb, und legen Sie dazu die Liste Ihrer Heizkörper mit den ungefähren Maßen bereit. Damit können wir im ersten Termin schon die Tauschkandidaten besprechen. Schicken Sie uns beides über das Formular oder an kontakt@waermepumpe-in-muenchen.de.

Heizungsbauer von hinten verlegt rote Rohrschleifen einer Fußbodenheizung auf Noppenplatten, daneben die Rohrrolle

Häufige Fragen

Welche Vorlauftemperatur ist bei einer Wärmepumpe normal?

55 °C gelten laut Verbraucherzentrale als obere Grenze, besser sind 30 bis 50 °C, und jedes Grad weniger spart 2 bis 4 % Strom. Im Feldtest WPsmart des Fraunhofer ISE (Auswertung 2018/19) lag der maximale Vorlauf der Außenluftgeräte im Bestand bei 43,6 °C.

Geht eine Wärmepumpe mit normalen Heizkörpern?

Ja, wenn die Heizkörper groß genug sind. Fraunhofer ISE fand im Feldtest, dass ausreichend große Heizkörper ähnlich niedrig laufen wie Flächenheizungen. Ob es bei Ihnen reicht, klärt der Heizkörpertest an einem kalten Tag oder die raumweise Heizlast.

Brauche ich für eine Wärmepumpe eine Fußbodenheizung?

Nein. Sie senkt die nötige Vorlauftemperatur, kostet beim Nachrüsten aber 20 bis 135 €/m², im Beispiel von co2online mit 130 m² und gefrästen Schlitzen 11.500 €. Meist kommt man mit einzelnen größeren Heizkörpern deutlich günstiger ans Ziel.

Muss ich für die Wärmepumpe alle Heizkörper tauschen?

Nein. Die Verbraucherzentrale rät, nach dem Test nur die Heizkörper zu ersetzen, deren Räume bei 55 °C nicht warm werden. Das sind oft das Bad oder Zimmer mit zwei Außenwänden, denn dort ist der Wärmebedarf je Quadratmeter am höchsten.

Was kostet ein neuer Heizkörper für die Wärmepumpe?

326 bis 1.207 € je Stück, im Median 642 €, nennt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in ihrer Auswertung von 2025. Fünf Stück kosten danach rechnerisch rund 3.210 €, in der Spanne 1.630 bis 6.035 €.

Ist der hydraulische Abgleich bei einer Wärmepumpe Pflicht?

Ja, für die KfW-Förderung immer und nach Verfahren B. Gesetzlich verlangt § 60c GModG ihn erst ab 6 Wohnungen. Technisch lohnt er sich auch ohne Förderung, weil sonst ein einzelner schlecht versorgter Raum den Vorlauf für das ganze Haus nach oben treibt.

Wie viel Strom spare ich mit 5 Grad weniger Vorlauf?

10 bis 20 % sind es rechnerisch, wenn man je Grad 2 bis 4 % ansetzt. Bei 1.540 € Stromkosten im Jahr wären das im Beispiel rund 150 bis 300 €.

Reicht es, wenn ich die Vorlauftemperatur am Kessel herunterstelle?

Ja, für den Test ist das der Weg. Stellen Sie die Heizkurve so ein, dass der Kessel höchstens 55 °C liefert, und drehen Sie die Thermostate auf Stufe 3. Wer sich das nicht zutraut, bekommt es beim ersten Termin von uns gezeigt.

Funktioniert eine Wärmepumpe auch mit 70 Grad Vorlauf?

Ja, bis 70 °C sind technisch möglich, das geht aber zu Lasten der Effizienz. Die KfW-Förderung verlangt außerdem eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3,0. Bleibt der Bedarf dauerhaft über 55 °C, prüfen wir zuerst größere Heizkörper und danach eine Hybridheizung.

Welcher COP ist bei 55 Grad Vorlauf zu erwarten?

2,78 bei 7 °C Außenluft und 1,80 bei −7 °C hat das 9-kW-Gerät aus unserem Beispiel, laut Herstellerdatenblatt. Bei 35 °C Vorlauf sind es 4,48 und 2,63. Andere Geräte haben andere Werte, deshalb lesen wir im Angebot immer das Datenblatt des angebotenen Modells.

Hände mit Bleistift und Zollstock über einem Grundriss auf einem Holztisch in einer holzvertäfelten Stube, daneben eine Tasse
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Wärmepumpe für Ihr Haus in München

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