In Berg am Laim prüfen wir Fernwärme und Luft-Wasser in der Regel nebeneinander, weil dezentrales Gebiet und Wärmenetzgebiet auf der Karte etwa gleich viel Fläche haben. Der Bestand reicht von den Eisenbahnersiedlungen östlich des Ostbahnhofs bis zum sozialen Wohnungsbau zwischen St.-Veit-Straße und Ostbahnhof. Die Eigentümerquote liegt bei rund 18,5 %, und für vermietete Wohnungen zahlt die KfW 30 % ohne Boni.
Rund 5,5 % der Wohnungen heizen mit Strom und rund 6,4 % mit Holz, beides mehr als in den meisten Nachbarbezirken. Sind darunter Nachtspeicherheizungen, zählen sie wie Öl ohne Altersgrenze für den Klimabonus. Wo nur Einzelöfen stehen, fehlt oft das Heizungsnetz im Haus, und dann kommt die Wärmeverteilung als großer Posten dazu.
An den Netzen wird an zwei Stellen gearbeitet. Von 2021 an stellen die SWM in Teilen von Berg am Laim das Dampfnetz auf Heizwasser um, und rund 5 % der bewerteten Fläche sind Gebiete mit Erschließung ab 2025. Am Michaelibad entsteht eine Geothermieanlage mit acht Tiefbohrungen, die voraussichtlich ab 2034 rund 75.000 Menschen versorgen soll.
Warten würden wir darauf nicht ohne Weiteres, denn die Termine stehen unter Vorbehalt, und einen Anspruch auf eine bestimmte Versorgung gibt der Wärmeplan nicht. Der Klimabonus sinkt dagegen nach festem Plan: 16 Prozentpunkte bis 31.01.2027, 12 bis 31.07.2027, 8 bis 31.01.2028, 4 bis 31.07.2028, danach keiner.